Entlang der Küste von Cornwell und Devon

Nachdem ich den Landfall Falmouth und den Aufenthalt dort genossen habe soll es weitergehen. Das Nerven- Aufreibenste war wohl das EM Fußballspiel gegen Italien mit Verlängerung und Elfmeterkrimi.

Auslaufend ein letzter Blick auf den schönen Ort. Links erkennt man das blau- rote Lotsenboot, gleich dahinter war mein Liegeplatz

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Leider ist auch heute der Himmel wolkenverhangen. Der Wind weht dazu schwach. Bei gesetzten Segeln läuft der Motor die komplette Strecke bis Fowey mit. Den Fluss hinauf 1/2sm oberhalb Fowey mache ich am Ponton Mixtow Pill fest. Nicht alles perfekt, aber liebenswert. Entspannte, freundliche Menschen in Marina und Cafe/ Bar. Der nächste Tag ist endlich mal ein sonniger.

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Das will ich nutzen, sattle mein MTB und mache mich der Küste entlang auf den Weg nach Mevagissey. Den Hafen hatte ich auch im Visier, habe mich dann aber für Fowey entschieden und möchte ihn mir nun anschauen. Ich radle und schiebe mein Rad die nicht hohen aber endlos langgezogenen Hügel Cornwells auf und ab. Auf geht es gefühlt 100x länger und abwärts viel zu schnell. Auch wundere ich mich das 8 angegebene Kilometer so verdammt lang sein können bis ich checke das es Meilen sind, also 60% mehr, nah denn! kein Wunder :o))

Ich komme bei Niedrigwasser an und bin von dem pittoresken Ort entzückt, aber auch froh nicht hier festgemacht zu haben.

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Bummeln entlang der Promenade mit Blick auf den äußeren und inneren Hafen.

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Auch hier lebt man vom Tourismus, aber mit einer liebenswerten Unvollkommenheit, Freundlich und Gelassen, das es Spaß macht mit den Horden mit zu wandeln.

Als Nächstes laufe ich Plymouth an. Auch dorthin wird bei schwachen Winden motort, aber wenigstens bei überwiegend Sonnenschein, zumindest auf See.

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Ich mache mit dem MTB ein paar Besorgungen, unter anderem Bremsbeläge fürs Rad. Vorne sind sie runter bis auf`s Metall. Die Hügel Cornwells ;o)). Bummeln in der Innenstadt, viele Geschäfte und große Malls. Ein langer breiter Boulevard, ganz zu Beginn steht eine riesige Leinwand und es ist aufgestuhlt. Wimbledon Tennis wird übertragen. Das Wetter ist durchwachsen, immer mal ein Schauer; und mein Erkundungsdrang hält sich in Grenzen.

Nächstes Ziel ist Dartmouth. Nebel verzögert mal wieder die Weiterreise, aber gegen 1000 Uhr macht es langsam auf und ich lege ab. Kaum die Küste hinter mir scheint auf See die Sonne und die Wolken stauen sich an Land.

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Endlich weht auch wieder ein feiner halber Wind. Die letzten Meilen im Butterfly.

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In Dartmouth ist es dann wieder wolkig, trotzdem sieht der Ort einlaufend gleich hübsch und gemütlich aus. Auch hier dieses nicht durchgestylte touristische Treiben. Gefällt. Über allem thront das Britannia Royal Naval College, die berühmteste Marineakademie des Landes.

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Hier verliebte sich vor über 75 Jahren Queen Elisabeth in ihren Prinz Phillip der dort als Kadett war; und auch die jetzigen Prinzen wurden hier ausgebildet.

Die Marina liegt gegenüber dem Ort. Nebenan ein alter Bahnhof mit Museumsbahn und Dampfloks. Es geht mit der Fähre hinüber. So eine sah ich bisher noch nie, mit einem Towboat längsseits. Am Bug eine Doppelspring zur Fähre und auf der Fähre zwei Achterleinen. Rückwärts ablegen

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Achterleine lösen und Towboat drehen

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dann die andere Achterleine einhängen und über den Fluss.

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So geht`s den ganzen Tag im Pendelverkehr mit zwei Fähren.

Am nächsten Tag steht wieder radeln auf dem Programm. Ich möchte die Küste entlang an der sich 1944 kurz vor der Invasion in der Normandie eine große Tragödie ereignete. Wieder mal die endlosen Hügel auf und ab mit wunderbaren Ausblicken auf Strände und Meer mit diesem schnellen Licht- Schatten Wechseln. Dann bin ich am Strand von Torcross, an dem die beklagenswerte Operation Tiger stattfand. Ich halte am Mahnmal inne das bis zum heutigen Tag am Jahrestag von Angehörigen aus den USA besucht wird.

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Wieder in Dartmouth findet am Anlegesteg ein Gottesdienst statt. Boote haben festgemacht, auch eines der Marine Akademie, und nehmen teil. An der Promenade stehen die Menschen und hören zu. Im Hintergrund die Marina.

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Es fällt schwer zu sagen wo es bisher am schönsten war. Alle Orte bis hierher hatten was liebenswertes und schönes doch für mich hat Dartmouth die Nasenspitze vorn…und die Reise geht weiter.

 

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