Von Vigo nach La Coruña

Die Nacht am Besuchersteg der Marina Viana do Castelo war verregnet und auch am Morgen schauert es immer wieder. Die Logge zeigt 1,8sm mehr an als gestern Abend.

Die sind über Nacht unter der BOGGES BOGGES durchgerauscht. Um 1100 Uhr werfe ich die Leinen los. Kurs Vigo. Unterwegs immer wieder kurze Schauer und wechselnde Winde. Zeitweise läuft die Maschine mit. Die Gastlandflagge wird gewechselt denn ich bin endlich wieder in Spanien.

Die Ansteuerung von Vigo erfordert Aufmerksamkeit. Die vorgelagerten Felsen und Untiefen machen durch brechende Seen unmissverständlich auf sich aufmerksam.

a vigo

In Vigo angekommen scheint wieder die Sonne. Ich liege zentral im Hafen des Real Club Nautico und gönne mir einen Hafentag zum Erkunden der Stadt. Durch den Altstadtkern aufwärts zur Porta do Sol, einem alten Stadttor. Beim O Sireno, der aufs Meer hinaus schaut treffen Altstadt und Neuzeit-Vigo zusammen.

Am Nachmittag wieder zurück werde ich von Kati begrüßt. Sie segelt z.Z. ihre X99 Einhand, ist aus Finnland und läßt ihr Boot für einige Wochen in Vigo zurück um einen Job in Finnland zu erledigen. Zum ersten Mal begegnet in Porto treffen wir uns hier wieder. Auf der Terrasse des Real Club Nautico ratschen wir lang und lustig zusammen.

 

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Tags darauf segel ich weiter nach Muros. Unterwegs wieder wechselhaftes Wetter. Die Marina Muros so gut wie leer. Vielleicht 15 Yachten an den Stegen, die meisten aus Frankreich. Der Hafenmeister sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Weil ich am nächsten Tag früh weiter will und das Büro erst später öffnet nimmt er kein Deposit für den Schlüssel und zeigt mir den Platz wo ich ihn hinterlassen soll. Über dieses Vertrauen freue ich mich und deponiere neben dem Schlüssel eine Tafel Ritter Sport.

Schon vor 0800 Uhr sind die Leinen los denn es liegen etwa 40 sm vor mir. Wind von der Seite läßt mich die Trickkiste für Einhandsegler aufmachen. Die BOGGES BOGGES Mittschiffs ganz kurz auf Slip am Steg angebunden. Dann Bug- und Heckleine los. Zum Schluß die Mittelleine los und rückwärts aus der Box bevor das Boot driftet, klappt prima. Beim Rausfahren sehe ich schräg gegenüber auf zwei Booten sechs Franzosen sitzen die mich die ganze Zeit beobachtet haben. Als ich sie passiere oui oui Rufe, Daumen hoch, Winken, freundliche Gesichter. Hafenkino in der Frühvorstellung :o)) hab sie zu spät realisiert, die waren wirklich lustig anzuschauen, habe davon leider keine Fotos.

Muros 2

Die südlichen Winde bringen mich gut voran. Gegen Mittag bin ich am Cape Finisterre. Zum Glück hört niemand meine Freuden- und Jubelschreie als ich es querab habe. Ein schöner Moment.

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Nächster Hafen Camariñas. Auch hier viel Patz an den Stegen. Der Funk- Anruf klappt. Der Marinero am Steg nimmt die Leinen entgegen. Nach ein paar Sätzen redet der gute Mann deutsch!? er hat lange in der Schweiz gelebt und führt nun hier das Vereinslokal des Segelclubs. Dort sitze ich am Abend werde vom el Ceffe bedient ;o) der sich sichtlich freut deutsch reden zu können, esse ein leckeres Bacalao und schaue zu wie Real gegen Atletico das CL Finale gewinnt.

Camarias 1

Sehr komfortabel ist der lange Dieselschlauch in der Mitte des Anlegestegs. So kann man zum Tanken einfach am Liegeplatz bleiben. 1,09€ der Liter.

Camarias 2

Bis La Coruña sind es noch 48sm. Die machen aber richtig Spaß bei überwiegend Sonnenschein und raumen Winden um die 20kn. Ein sichtlich entspannter Skipper genießt auch diesen Tag.

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Vor La Coruña bewölkt es sich wieder. LaCoruna

Ich mache fest in der Marina La Coruña, verhole aber Tags darauf in die Marina des Real Club Nautico mitten in der Altstadt, umgeben von wunderschönen Häusern mit den typischen, verglasten Balkonen. La Coruña verehrt Maria Pita, eine wehrhafte Frau die 1589 bei der erfolgreichen Verteidigung der Stadt gegen die Englische Flotte, geführt von Sir Francis Drake, erheblichen Anteil hatte. Ihr ist ein prächtiger Platz gewidmet. Sie gilt heute noch als ein Symbol für Freiheit.

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Hier werde ich ich ein paar Tage bleiben und entscheiden wie des weiter gehen wird.

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