Vor dem Landfall

Heute ist der zehnte Tag auf See, ich kann`s selber kaum glauben. Das erste Mal seit mehr als drei Tagen ist am Horizont mal wieder ein Schiff aufgetaucht. Langsam leeren sich die verschiedenen Schapps, Regale und Schwalbennester. In den Backskisten und der Bilge kann man an der einen und anderen Stelle schon den Boden sehen. Die Anzeige des Wassertanks geht bald in den roten Bereich. Remember: hatte die Hälfte durch eine defekte Pumpe verloren. Der Inhalt des Obstnetzes sieht noch gut aus.

Auch der verbliebene Snickersvorrat ist gerade an einer Hand abzählbar und in der Kühlbox wird es langsam übersichtlich. Im Eisfach die gleichnahmigen Würfel seit 11 Tagen unangetastet. Gleich daneben, bis vor 2 Tagen noch verdeckt durch Tetrapack und Gemüse, eine Flasche Becks Gold :o) Seitdem sehe ich sie jedes Mal wenn ich die Kühlbox öffne. Habe sie in Brixham reingestellt damit sie bei meiner Ankunft auf Madeira auch ja eiskalt ist um damit meinen hoffentlich gelungenen Landfall zu begießen.

Seit Gestern beschäftige ich mich mit dem Thema Landfall. Ursprünglich wollte ich Funchal anlaufen. Die Handbücher beschreiben den Hafen, zumindest im Sommer, mit überfüllt. Gästeboote liegen zu sechst bis acht im Päckchen und die vielen Ausflugsboote verursachen Unruhe, habe ich keinen Bock drauf. So werde ich nun Quinta do Lorde am Südöstlichen Zipfel Madeiras anlaufen. Eine ziemlich neue Marina und die Beschreibung klingt vielversprechend. Außerdem ist es auch ein TO- Stützpunkt. Habe gestern dem Stützpunktleiter eine mail gesendet und meine geplante Ankunft angekündigt

Am Nachmittag war auch noch Manöverstress. Nach mehr als 600sm habe ich halsen müssen. Hier gehts bald zu wie beim Matchrace (HaHaHa)

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