Das Boot

Es ist eine in GFK- Sandwich erstellte Koala 38, gebaut 1972 mit der Baunummer 20 bei Nordcantieri in Turin.

Als Eintonner konstruiert von M. Bigoin und D. Duvergie sollte es die damals sehr aktive Eintonner Szene auf dem Bodensee beleben. Koala 38

 

 

Die technischen Daten sind:

LüA:               11,70m
LWL:                8,40m
Breite:              3,60m
Tiefgang:          1,85m
Ballast:             2,50to
Verdrängung:   5,80to
Motor:        Yanmar 3Y30 mit 30 PS, 21,4kW
Segelnummer: GER 1603

 

 
Seit dem Mai 1997 ist das Boot in meinem Besitz. Seitdem wurde einiges verändert und erneuert.

Das ursprünglich an einem Skeg montierte Ruder war weich und instabil.

 hp Seitenansicht

Es wurde ein stabiles vorbalanciertes Ruder mit einem selbstausrichtenden Pendellager montiert. Seitdem ist Ruderdruck ein Fremdwort an Bord. Das Manövrierverhalten unter Segel und Motor ist ausgeglichen und agil.

hp Bogges Stb 2

Im Jahr 2001 wurde bei Selden in Göteborg ein neues 2 Saling-Rigg aufgestellt und 2 Jahre später bei Ancker Yachting in Kappeln mit einer FURLEX 200S ergänzt.

Die Segelgarderobe besteht aus folgenden Segeln:

Großsegel: 26qm mit 3 Bindereffs

Trysegel:   7,6qm

Genoa:      40qm Rollreffsegel

Fock3:       14qm am Kutterstag

Sturmfock:   6qm am Kutterstag

Spinaker:   110qm

 Im Frühjahr 2005 gab es einen neuen Motor. Der alte 2 Zylinder Farymann mit Hydraulik- Getriebe wurde gegen einen wunderbaren Yanmar 3Y30, 3 Zylinder, 30PS ausgetauscht. Er treibt einen dreiflügligen Faltpropeller über eine feste Welle an. Seitdem tut er absolut zuverlässig seinen Dienst an Bord und wird dafür mit regelmäßiger Aufmerksamkeit und Wartung bedacht.

Die letzte große Veränderung war die Deck- Erneuerung. Ich begann damit im Herbst 2012. 2013 blieb das Boot an Land und den Sommer verbrachte ich in der Halle der Marina Lubmin.
Das nun nahezu 40 Jahre alte Teakdeck war fertig. Seit 3 Saisonen bereits war ich am flicken und undichte Stellen ausbessern. Da mir Wasser im Schiff ein Graus ist, besonders wenn es durch das Deck eindringt, reifte der Entschluß der Erneuerung. Ein Teakdeck kam aus verschiedenen Gründen nicht mehr in Frage. So entfernte ich das Alte. An manchen Stellen war es nur noch 5-6mm dick. Es war mit Thiokol auf Deck verleimt und an vielen Stellen nicht mehr haftend. Befestigt waren die einzelnen Stäbe mit Messing Popnieten.
Nachdem das alte Gelcoat entfernt war lag das GFK blank. Alle Löcher wurden mit angedicktem Epoxy verschlossen und 3 Lagen Glasfasergelege mit insgesamt 1,2kg/qm auflaminiert.
Dann begann die Fleißarbeit mit spachteln und schleifen. Ich habe die Arbeitsgänge nicht gezählt, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.
Die alten Genoaschienen, die geschwungen mitten auf Deck lagen wurden gegen Gerade, nach innen verlegte ausgetauscht.
Zum Schluß wurde mit Epifane polyuretan 2K Lack lackiert. 2 Lagen, dann Zwischenschliff und eine Lage Finish. Die Bereiche die Antislip sein sollen wurden abgeklebt und 2 Lagen rutschhemmende Farbe, ebenfalls Epifane polyurethan aufgetragen.
Nebenher habe ich die abmontierten Teakbretter, die den Süllrand verkleiden mit Deckschicht Epoxyharz mehrfach lackiert. Dann wurden sie wieder angebracht und mit 4 Lagen Epifane 2K Klarlack lackiert.
 
 
Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.hp Bogges stb